Magensäureblocker & Vitamin C – das sollten Sie wissen

Wie kann sich ein „Magenschutz“ mit Protonenpumpenhemmern auf die Vitamin-C-Versorgung auswirken?
Millionen Menschen in Deutschland leiden an Beschwerden, die mit übermäßiger oder aufsteigender Magensäure zusammenhängen. Folgerichtig gehören „Magensäureblocker", auch Protonenpumpenhemmer, Protonenpumpeninhibitoren oder kurz PPI genannt, hierzulande zu den am häufigsten verordneten Arzneimitteln. Bekannte Vertreter dieser Säureblocker sind beispielsweise Omeprazol, Pantoprazol oder Esomeprazol.
Laut Arzneimittelreport 2023 wurden im Jahr 2022 etwa 3,8 Milliarden Tagesdosen PPI ärztlich per Rezept verschrieben. Zu den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln kommen noch rezeptfreie PPI, die sich Menschen mit Magenbeschwerden ohne ärztliche Verordnung selbst in der Apotheke kaufen können.
Das gemeinsame Ziel dieser Art von Medikamenten: die Bildung von Magensäure zu hemmen. Doch es kann dabei zu unerwünschten Begleiterscheinungen kommen – eine davon betrifft Vitamin C.
Wann kommen Magensäureblocker zum Einsatz?
Typische Einsatzgebiete von Protonenpumpenhemmern sind beispielsweise die Refluxkrankheit/Reflux, deren Leitsymptom unangenehmes Sodbrennen ist, um zu verhindern, dass saure Magenflüssigkeit in die Speiseröhre gelangt. Da durch die PPI weniger Magensäure herstellt wird, ist die Magenflüssigkeit nicht mehr so sauer. Auch bei Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren werden PPI eingesetzt. Zudem finden Magensäureblocker als sogenannter „Magenschutz“ als Begleitmedikation Anwendung, wenn mit Schmerzmitteln oder Kortison behandelt wird. Diese können nämlich die Magenschleimhaut schädigen und bei langfristiger Anwendung zu Geschwüren führen. Aus medizinischer Sicht ist der Begriff „Magenschutz“ jedoch nicht ganz zutreffend. Protonenpumpenhemmer schützen den Magen nämlich nicht direkt, sondern wirken, indem sie die Produktion von Magensäure verringern. Dadurch wird die Magenschleimhaut zwar weniger gereizt und kann sich besser erholen – diese Wirkung ist jedoch eher indirekt. Der Begriff „Schutz“ weckt hingegen die Vorstellung einer Art Barriere oder heilenden Substanz, was auf PPI in dieser Form nicht zutrifft.
Magensäureblocker und Vitamin C
Ein Problem einer langfristigen Verwendung von Protonenpumpenhemmern wie Omeprazol oder Pantoprazol können negative Auswirkungen auf die Vitamin-C-Versorgung sein. Durch die verminderte Magensäure kann auch die Aufnahme weiterer wichtiger Nährstoffe gestört sein: insbesondere Vitamin B12, aber auch Magnesium, Calcium und Eisen.
Warum ist Magensäure wichtig für Vitamin C?
Vitamin C liegt in Lebensmitteln meist in stabiler, gut verwertbarer Form vor. Damit es im Darm richtig aufgenommen werden kann, spielt die Säure des Magens eine wichtige Rolle, denn sie stabilisiert das Vitamin C.
Wie wirkt sich die Einnahme von Magensäureblockern auf die Aufnahme von Vitamin C aus?
Protonenpumpenhemmer senken die Magensäureproduktion deutlich. Das kann dazu führen, dass die Bioverfügbarkeit von Vitamin C schlechter wird. Die Bioverfügbarkeit beschreibt, wie gut ein Nährstoff vom Körper aufgenommen und verwertet werden kann.
Mögliche Folgen bei langfristiger Einnahme
Bei längerfristigem Einsatz von PPI könnte es dadurch zu einem Vitamin-C-Mangel kommen – insbesondere, wenn zusätzlich eine unausgewogene Ernährung vorliegt. Typische Symptome sind beispielsweise Müdigkeit, höhere Infektanfälligkeit, schlechtere Wundheilung oder Zahnfleischprobleme.
Andauernde Müdigkeit
Vitamin-C-Infusionen zur Behebung des Vitamin-C-Mangels
Wer dauerhaft solche Medikamente benötigt, sollte auf eine vitaminreiche gesunde Ernährung achten und die Versorgung mit Vitamin C mit der behandelnden Praxis besprechen. Wenn bereits ein gesundheitlich bedeutsamer Vitamin-C-Mangel vorliegt, können hochdosierte Vitamin-C-Infusionen mit Pascorbin® ein Weg sein, diesen Mangel auszugleichen.
Quellenangaben & weiterführende Literatur
Weblinks
- DocCheck, "Protonenpumpenhemmer", 16.05.2025*
*: Bei Literatur: Erscheinungsjahr; bei Webseiten: Datum des letzten Abrufs
Pascorbin®
Wirkstoff: Ascorbinsäure 150 mg pro ml Injektionslösung.
Zur Therapie von klinischen Vitamin-C-Mangelzuständen, die ernährungsmäßig nicht behoben oder oral substituiert werden können. Methämoglobinämie im Kindesalter. Enthält Natriumhydrogencarbonat.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen


