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Was ist Vitamin C?

Abstrakte Darstellung von der Molekülstruktur von Vitamin-C Verbindungen in goldener Farbe

Vitamin C ist ein Vitalstoff, der natürlicherweise über die Ernährung aufgenommen wird, z.B. in Form von Obst und Gemüse. Hierbei ist eine regelmäßige Zufuhr von außen notwendig, da das wasserlösliche Vitamin C vom Körper nicht langfristig gespeichert, sondern nur angereichert werden kann. Es ist für den Organismus lebensnotwendig und erfüllt wichtige Aufgaben: Man weiß, dass es an über 150 Stoffwechselvorgängen beteiligt ist. Ein Mangel an Vitamin C hat entsprechende Konsequenzen für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Umso wichtiger zu wissen, dass jeder dritte Deutsche zu wenig Vitamin C über die Nahrung aufnimmt, und warum die Frage „Obst und Gemüse – reicht das nicht?“ durchaus ihre Berechtigung hat. 

Vitamin C als Wirkstoff 

Vitamin C ist ein allerdings nicht nur ein überaus wichtiger Nährstoff, sondern auch ein medizinischer Wirkstoff in einem Arzneimittel. Hierbei kann Vitamin C als Infusion, also über die Vene, ins Blut verabreicht werden. Diese Form der Anwendung wird unter fachkundiger medizinischer Aufsicht durchgeführt und unterscheidet sich grundlegend von „Selbstanwendungen“, sei es die „heiße Zitrone“ als Hausmittel in der Erkältungszeit oder in Form von Tabletten, Brausetabletten, Pulvern oder Kapseln. 

Der Fachbegriff für Vitamin C lautet Ascorbinsäure. Anders als bei vielen Tieren kann der menschliche Körper diesen Stoff nicht selbst herstellen, weshalb er von außen zugeführt werden muss. Aufgrund verschiedenerer Ursachen, z.B. einer unzureichenden Versorgung über den Magen-Darm-Trakt oder im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen, kann es zu einem Vitamin-C-Mangel kommen. Dies ist die Situation, in der Vitamin C bzw. die Ascorbinsäure als Wirkstoff eine Rolle spielt und man zugelassene Arzneimittel verwendet.  

Als Infusionslösung wird Vitamin C mit einer Trägerlösung direkt in den Blutkreislauf gegeben. Dadurch steht der Wirkstoff dem Körper unmittelbar und vollständig zur Verfügung. Hierfür wird allerdings aus guten Gründen auf labortechnisch hergestelltes Vitamin C zurückgegriffen. Die Frage „Vitamin C: natürlich oder synthetisch“ stellt sich der Körper nicht – er erkennt keinerlei Unterschied zwischen beiden Varianten. 

Vitamin C hochdosiert: Warum es wann als Infusion gegeben wird 

Bei einer Infusion wird das Vitamin C direkt über die Vene ins Blut verabreicht - daher wird eine Vitamin-C-Infusionstherapie ausschließlich von medizinischem Fachpersonal durchgeführt. Eine Infusion hat vor allem zwei Vorteile: Der Wirkstoff muss nicht erst über den Darm aufgenommen werden (wo nicht alles im Blut ankommt) und die aufgenommene Menge ist besser kontrollierbar. Zudem können höhere Konzentrationen erreicht werden als bei anderen Anwendungsformen wie Tabletten oder Kapseln.  

Ein Blick in die Geschichte des Vitamin C 

Die Geschichte von Vitamin C reicht weit zurück. So liegen Berichte über Skorbut-Epidemien während Schiffsexpeditionen, Entdeckungsfahrten auf hoher See und kriegerischen Auseinandersetzungen seit dem Mittelalter vor. Im 16. Jahrhundert erkannte man langsam, dass das Auftreten dieser Mangel-Erkrankung durch den Verzehr von Zitrusfrüchten und fermentierten Gemüse (z. B. Sauerkraut) verhindert werden konnte. Der dafür verantwortliche Wirkstoff Vitamin C war damals noch unbekannt, aber die geschichtlichen Wurzeln zeigen sich auch heute noch im Begriff „Ascorbinsäure“, der so viel wie „Anti-Skorbut-Säure” bedeutet.  

1928 gelang es dem ungarischen Wissenschaftler Albert Szent-Györgyi erstmalig, reine Ascorbinsäure zu isolieren. Aber erst 1932 erkannten die amerikanischen Forscher Waugh und King, dass es sich bei der von Szent-Györgyi entdeckten Substanz um das Skorbut-heilende Vitamin C handelte. Damit wurde der Grundstein für die medizinische Nutzung gelegt, auch in Form der heutigen Arzneimittel. 

Linus Pauling und die Bedeutung von Vitamin C 

Ein besonders bekannter Name im Zusammenhang mit Vitamin C ist Linus Pauling. Der US-amerikanische Chemiker und zweifache Nobelpreisträger beschäftigte sich intensiv mit der Rolle von Vitamin C im menschlichen Körper und machte den Wirkstoff weltweit bekannt. Pauling prägte maßgeblich die wissenschaftliche und öffentliche Diskussion über Vitamin C und trug dazu bei, dass dessen medizinische Erforschung deutlich vorangetrieben wurde. Bis heute gilt er als einer der wichtigsten Pioniere der Vitamin-C-Forschung und Orthomolekularen Medizin. 

Medizinische Anwendung heute 

Heute wird Vitamin C in vielen Ländern der Welt als Infusionsarzneimittel bei diagnostiziertem Vitamin-C-Mangel gezielt eingesetzt, der zum Beispiel vorliegen kann, wenn Menschen sich ständig müde fühlen, ständig erkältet sind oder besonders infektanfällig, wenn sie unter Übergewicht bzw. Adipositas leiden sowie von Schmerzen oder chronisch-entzündlichen Erkrankungen betroffen sind. 

Auf unseren „Vitamin-C-Infusions-Seiten“ erhalten Sie ausführliche Informationen rund um Vitamin C, dessen Anwendung im Rahmen einer Vitamin-C-Infusionstherapie, dem Vitamin-C-Mangel (der keineswegs nur ein Relikt aus früheren Zeiten ist) sowie spannenden Themen wie Zitrusfruchtallergie, Vitamin C & Rauchen oder Vitamin C & Magensäureblocker

Quellen und weiterführende Literatur 

Springer Medizin. Vitamin-C-Mangel — auch in der Gegenwart eine Herausforderung. Geriatr Rep 13, 48 (2018). https://doi.org/10.1007/s42090-018-0086-2, abgerufen am 19.02.2026 Fachgesellschaft für Orthomolekulare Medizin, https://fom-online.de/orthomolekulare-medizin/behandlungsbasis/, abgerufen am 19.02.2026  
Chemie.de, https://www.chemie.de/lexikon/Linus_Carl_Pauling.html, abgerufen am 19.02.2026  
Streller, S., Roth, K., „Der lange Kampf gegen Skorbut“, Chem. Unserer Zeit, 2009, 43, 38 – 54, https://www.cup.lmu.de/ac/rusan/site/assets/files/1032/skorbut.pdf, abgerufen am 19.02.2026