Marker für Silent Inflammation lässt sich durch Vitamin C senken

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Stille Entzündungen spielen bei der Entstehung von Fatigue, Arteriosklerose, neurodegenerativen, metabolischen und onkologischen Erkrankungen eine Rolle

Chronische Entzündungen gehen häufig mit einem Vitamin-C-Mangel einher [1-4]. Beispielsweise hat die stille Entzündung in der Tumor-Mikroumgebung unabhängig von ihrer Entstehung viele tumorfördernde Effekte [5].

Ausgelöst werden stille Entzündungen über Entzündungsmediatoren, die durch dauerhaft belastende Faktoren aktiviert werden. Hierzu werden beispielweise Schwermetalle, Störfelder, persistierende Viren, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Mikrobiom-Störungen, Adipositas, Angst, Stress oder ungelöste seelische Konflikte gezählt.

CRP ist ein verlässlicher Entzündungsmarker

Das Plasmaprotein C-reaktives Protein (CRP) gehört zu den Akute-Phase-Proteinen und aktiviert humorale und zelluläre Abwehrmechanismen. Beispielsweise markiert es Bakterien und Pilze für den Abbau durch Makrophagen. CRP liefert folglich bei akuten Entzündungen Informationen über den Auslöser – bakteriell oder viral – aber keine Hinweise darauf, wo im Körper die Infektion stattfindet. Es gilt aber auch als empfindlicher, zuverlässiger und frühzeitiger Indikator für entzündliche, gewebszerstörende Prozesse und somit als wichtigster Entzündungsparameter. Als normal gelten CRP-Werte < 5 mg /l. Dieser Wert schließt allerdings das Vorhandensein einer stillen Entzündung im Körper nicht aus. Hier kommt das hochsensitive (hs-) CRP ins Spiel. 

hs-CRP macht stille Entzündungen sichtbar

Labordiagnostisch kann das Risiko für Silent Inflammation beispielsweise durch das hochsensitive CRP (hs-CRP) nachgewiesen werden:

  • hs-CRP < 1 mg/l           Risiko gering 
  • hs-CRP 1 bis 3 mg/l     Risiko durchschnittlich 
  • hs-CRP 3 bis 10 mg/l   Risiko hoch

Hs-CRP-Werte > 10 mg/l deuten auf eine akute Entzündung hin. Der hs-CRP-Wert ist damit für die Abschätzung chronischer Entzündungsprozesse nicht aussagekräftig. Die Bestimmung sollte nach dem Abklingen der akuten Entzündung wiederholt werden.

Vitamin C kann erhöhtes hs-CRP senken

Einer Meta-Analyse zufolge kann Vitamin C erhöhte Konzentrationen an hs-CRP und CRP senken – vor allem, wenn es intravenös verabreicht wird. Dies wird durch kürzlich publizierte Studien bei COVID-19 bestätigt  [6-9].
Therapeutisch bedeutend ist die Beobachtung, dass Vitamin C nicht generell einen CRP-reduzierenden Effekt hat, sondern vor allem bei erhöhtem CRP ≥ 3 senkend wirkt [10]. Dies belegt ein weiteres Mal die physiologische immunmodulierende Eigenschaft von Vitamin C. Es ist unabdingbar für eine effektive Infekt-Abwehr und kann gleichzeitig eine chronische oder überschießende Entzündung eindämmen [11].


Pascorbin® 
Wirkstoff: Ascorbinsäure 150 mg/ml Injektionslösung. 1 Ampulle (5 ml) enthält: Ascorbinsäure 750 mg. 1 Injektionsflasche (50 ml) enthält: Ascorbinsäure 7,5 g. Sonstige Bestandteile: Natriumhydrogencarbonat, Wasser für Injektionszwecke. Zur Therapie von klinischen Vitamin-C-Mangelzuständen, die ernährungsmäßig nicht behoben oder oral substituiert werden können. Methämoglobinämie im Kindesalter. Gegenanzeigen: Oxalat-Urolithiasis und Eisenspeichererkrankungen (Thalassämie, Hämochromatose, sideroblastische Anämie). Kindern unter 12 Jahren: nicht mehr als 5-7 mg Ascorbinsäure/kg KG tgl. i.v. Bei Methämoglobinämie im Kindesalter: nicht mehr als 100 mg Ascorbinsäure/kg KG tgl. Besondere Vorsicht: Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. In der Schwangerschaft und Stillzeit und bei einem Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel sollte eine Menge von 100 bis 500 mg Ascorbinsäure täglich nicht überschritten werden. Konservierungsmittelfrei, nur zur einmaligen Entnahme und sofortigen Anwendung! Nicht verbrauchte Reste sind zu verwerfen. Besonderer Hinweis für Diabetiker: Nach parenteraler Gabe von Ascorbinsäure wird die Nachweisreaktion von Glucose im Blut gestört. Nebenwirkungen: Sehr selten wurden Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Atembeschwerden, allergische Hautreaktionen) beobachtet. Sehr selten können hohe Dosen von Ascorbinsäure gastrointestinale Störungen hervorrufen (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall). In Einzelfällen können kurzfristig Kreislaufstörungen (z.B. Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen) auftreten. Bei akuten Infekten wurden in sehr seltenen Fällen Reaktionen wie Schüttelfrost und Temperaturanstieg beobachtet. Bitte beachten Sie bei allen invasiven Eingriffen die Hygienerichtlinien des Robert-Koch-Institutes. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen

1.    Mateen, S.; Moin, S.; Khan, A.Q.; Zafar, A.; Fatima, N. Increased Reactive Oxygen Species Formation and Oxidative Stress in Rheumatoid Arthritis. PLoS One 2016, 11, e0152925, doi:10.1371/journal.pone.0152925.
2.    Langlois, M.; Duprez, D.; Delanghe, J.; De Buyzere, M.; Clement, D.L. Serum vitamin C concentration is low in peripheral arterial disease and is associated with inflammation and severity of atherosclerosis. Circulation 2001, 103, 1863-1868, doi:10.1161/01.cir.103.14.1863.
3.    Ide, K.; Yamada, H.; Umegaki, K.; Mizuno, K.; Kawakami, N.; Hagiwara, Y.; Matsumoto, M.; Yoshida, H.; Kim, K.; Shiosaki, E., et al. Lymphocyte vitamin C levels as potential biomarker for progression of Parkinson's disease. Nutrition 2015, 31, 406-408, doi:10.1016/j.nut.2014.08.001.
4.    Carr, A.C.; Cook, J. Intravenous Vitamin C for Cancer Therapy - Identifying the Current Gaps in Our Knowledge. Front Physiol 2018, 9, 1182, doi:10.3389/fphys.2018.01182.
5.    Mantovani, A.; Allavena, P.; Sica, A.; Balkwill, F. Cancer-related inflammation. Nature 2008, 454, 436-444, doi:10.1038/nature07205.
6.    Jafarnejad, S.; Boccardi, V.; Hosseni, B.; Taghizadeh, M.; Hamedifard, Z. A Meta-analysis of Randomized Control Trials: the Impact of Vitamin C Supplementation on Serum CRP and serum hs-CRP Concentrations. Curr Pharm Des 2018, 10.2174/1381612824666181017101810, doi:10.2174/1381612824666181017101810.
7.    Gao, D.; Xu, M.; Wang, G.; Lv, J.; Ma, X.; Guo, Y.; Zhang, D.; Yang, H.; Jiang, W.; Deng, F., et al. The efficiency and safety of high-dose vitamin C in patients with COVID-19: a retrospective cohort study. Aging (Albany NY) 2021, 13, doi:10.18632/aging.202557.
8.    Xia, G.; Fan, D.; He, Y.; Zhu, Y.; Zheng, Q. High-dose intravenous vitamin C attenuates hyperinflammation in severe coronavirus disease 2019. Nutrition 2021, 91-92, 111405, doi:10.1016/j.nut.2021.111405.
9.    Xia, G.; Qin, B.; Ma, C.; Zhu, Y.; Zheng, Q. High-dose vitamin C ameliorates cardiac injury in COVID-19 pandemic: a retrospective cohort study. Aging (Albany NY) 2021, 13, 20906-20914, doi:10.18632/aging.203503.
10.    Jafarnejad, S.; Boccardi, V.; Hosseini, B.; Taghizadeh, M.; Hamedifard, Z. A Meta-analysis of Randomized Control Trials: The Impact of Vitamin C Supplementation on Serum CRP and Serum hs-CRP Concentrations. Curr Pharm Des 2018, 24, 3520-3528, doi:10.2174/1381612824666181017101810.
11.    Carr, A.C.; Maggini, S. Vitamin C and Immune Function. Nutrients 2017, 9, doi:10.3390/nu9111211.