„Long COVID“ – andauernde COVID Symptome

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Wie postinfektiöse Symptome aussehen und wie häufig sie sind wird gerade erforscht. Ein Vitamin-C-Mangel könnte ursächlich mitverantwortlich sein.

Nicht mehr richtig auf die Beine kommen

Patienten nach durchgemachter COVID-19-Erkrankung berichten von anhaltenden Symptomen wie starker Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Brustschmerzen und Atembeschwerden, Niedergeschlagenheit, Angstzuständen, Geruchs- und Geschmacksstörungen und kognitiven Problemen wie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. 

Diese anhaltenden Symptome nach durchgemachter Erkrankung werden nicht nur von hospitalisierten Patienten beschrieben, sondern auch von Jenen mit leichteren Verläufen.

Dynamisches Review in den USA gestartet

Das US-amerikanische Institut für Gesundheitsforschung (National Institute for Health Research, NIHR) veröffentlichte kürzlich ein dynamisches Review zur Evidenz anhaltender Covid19-Symptome. Sie sichten in diesem dynamischen Prozess nicht nur Studien und Umfrageergebnisse, sondern führen Interviews mit Betroffenen (Living with Covid19). 

Das Review spricht von wiederkehrenden Symptomen, die alles betreffen können – von der Atmung über das Gehirn, das Herz und das Herz-Kreislauf-System bis hin zu den Nieren, dem Darm, der Leber und der Haut.

Vertreter des nationalen Rehabilitationszentrums der UK (Stanford Hall) konstatieren, dass COVID-19 eine komplexe Multisystemerkrankung ist und dies sowohl für die akute Phase als auch für die postakute Erholungsphase gilt. Sehr häufig wird über Müdigkeit (die schwerwiegend sein kann), Myalgien, Angstzustände, Niedergeschlagenheit, kognitive Probleme und atypische Brustschmerzen geklagt.

Wahrscheinlich spielen vier Aspekte eine wesentliche Rolle: Post-Intensivpflege-Syndrom, Postvirales Erschöpfungssyndrom, anhaltende Covid-19-Symptome und dauerhafte Organschäden an Lunge und Herz. 

Aufgrund mehrerer Umfragen aus Italien, UK und den USA wird ersichtlich, dass anhaltende COVID-19 Symptome sehr viel häufiger vorkommen als landläufig angenommen. Je nach Studienkollektiv kann die Inzidenz zwischen 20 % und 80% liegen.

Es wird auch darauf hingewiesen, dass einige der psychischen Gesundheitsprobleme möglicherweise eher mit "Lockdown"-Bedingungen als mit dem Virus selbst zusammenhängen können.

Umfrage bei Jahrestagung Pascoe Naturmedizin

Bei der diesjährigen Jahrestagung ging es vor allem um praktische Aspekte und die Studienlage zu SARS-CoV-2 und COVID-19. Auch andauernde COVID-19-Symptome waren ein Thema. Eine Umfrage unter den Teilnehmenden ergab, dass 19 % in ihrer Praxis Patient*innen mit Long-COVID-Symptomen haben. 

Dies ist bereits eine beachtliche Anzahl und es ist anzunehmen, dass die Dunkelziffer hoch ist. Viele Betroffene können ihre Beschwerden nicht einordnen und fühlen sich alleingelassen. 

An Vitamin-C-Mangel denken

Infektionen gehen bekanntermaßen mit einem starken Verbrauch an Vitamin C einher und Mangelzustände sind keine Seltenheit – dies gilt insbesondere für Erkrankte mit Pneumonien und COVID-19 [1, 2]. Ein Vitamin-C-Mangel ist ein krankmachender Zustand, denn Vitamin C ist eines der wichtigsten körpereigenen Antioxidantien und als Ko-Faktor an über 150 Stoffwechselfunktionen beteiligt. Müdigkeit, Schmerzen, Infekte der oberen Atemwege und kognitive Störungen sind bekannte Mangelsymptome.

Studien bei viralen und onkologischen Erkrankungen beobachten eine deutliche Linderung von Fatigue und Schmerzen und eine Verbesserung der kognitiven Funktionen nach der Behandlung mit Vitamin-C-Infusionen [3, 4].

1. Chiscano-Camon, L., et al., Vitamin C levels in patients with SARS-CoV-2-associated acute respiratory distress syndrome. Crit Care, 2020. 24(1): p. 522.

2. Carr, A.C., et al., Patients with Community Acquired Pneumonia Exhibit Depleted Vitamin C Status and Elevated Oxidative Stress. Nutrients, 2020. 12(5).

3. Schencking, M., et al., Intravenous vitamin C in the treatment of shingles: results of a multicenter prospective cohort study. Med Sci Monit, 2012. 18(4): p. CR215-24.

4. Carr, A.C., M.C. Vissers, and J.S. Cook, The effect of intravenous vitamin C on cancer- and chemotherapy-related fatigue and quality of life. Front Oncol, 2014. 4: p. 283.

Obwohl in diesen Studien nicht Pascorbin 7,5 g verwendet wurde, sind wir aus HWG-rechtlichen Gründen verpflichtet, den Pflichttext hier abzubilden.

Pascorbin® 

Wirkstoff: Ascorbinsäure 150 mg/ml Injektionslösung. 1 Ampulle (5 ml) enthält: Ascorbinsäure 750 mg. 1 Injektionsflasche (50 ml) enthält: Ascorbinsäure 7,5 g. Sonstige Bestandteile: Natriumhydrogencarbonat, Wasser für Injektionszwecke. Zur Therapie von klinischen Vitamin-C-Mangelzuständen, die ernährungsmäßig nicht behoben oder oral substituiert werden können. Methämoglobinämie im Kindesalter. Gegenanzeigen: Oxalat-Urolithiasis und Eisenspeichererkrankungen (Thalassämie, Hämochromatose, sideroblastische Anämie). Kindern unter 12 Jahren: nicht mehr als 5-7 mg Ascorbinsäure/kg KG tgl. i.v. Bei Methämoglobinämie im Kindesalter: nicht mehr als 100 mg Ascorbinsäure/kg KG tgl. Besondere Vorsicht: Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. In der Schwangerschaft und Stillzeit und bei einem Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel sollte eine Menge von 100 bis 500 mg Ascorbinsäure täglich nicht überschritten werden. Konservierungsmittelfrei, nur zur einmaligen Entnahme und sofortigen Anwendung! Nicht verbrauchte Reste sind zu verwerfen. Besonderer Hinweis für Diabetiker: Nach parenteraler Gabe von Ascorbinsäure wird die Nachweisreaktion von Glucose im Blut gestört. Nebenwirkungen: Sehr selten wurden Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Atembeschwerden, allergische Hautreaktionen) beobachtet. Sehr selten können hohe Dosen von Ascorbinsäure gastrointestinale Störungen hervorrufen (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall). In Einzelfällen können kurzfristig Kreislaufstörungen (z.B. Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen) auftreten. Bei akuten Infekten wurden in sehr seltenen Fällen Reaktionen wie Schüttelfrost und Temperaturanstieg beobachtet. Bitte beachten Sie bei allen invasiven Eingriffen die Hygienerichtlinien des Robert-Koch-Institutes. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen

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