Psychische Folgen der Lockdown-Maßnahmen

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Stress und Depressionen durch Corona: erste Studienergebnisse belegen, was viele vermutet haben. Resilienz-Faktoren werden ermittelt.

Viele warnen in Zusammenhang mit den Maßnahmen rund um die Pandemie vor den psychischen Folgen für die Bevölkerung. Die Beschränkungen hatten Auswirkungen auf fast alle Lebensbereiche: allgemeine Angst und Unsicherheit, soziale Isolation, Wegbrechen sozialer Strukturen und täglicher Gewohnheiten, Begleitung von Angehörigen in schwierigen Phasen, Abschiednehmen von geliebten Menschen, Schuldgefühle wegen möglicher Ansteckungsgefahr, Maskenpflicht bei Bezugspersonen von kleinen Kindern, Bankrott, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit, abgesagte bedeutsame Feierlichkeiten – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen … Es wird kaum möglich sein, das gesamte Ausmaß und die Folgen zu erfassen. 

Wie werden sich so einschneidende Maßnahmen auf die psychische Gesundheit auswirken? Inzwischen gibt es erste Veröffentlichungen über die Lockdown-Folgen in der Schweiz und in Deutschland.

Im Rahmen der „Swiss Corona Stress Study“ der Universität Basel wurden 10.000 Schweizer Bürger hinsichtlich ihres Stressniveaus und depressiver Symptome befragt. Die online-Befragung erfolgte zweimal: einmal Anfang April, also 3 Wochen nach Beginn des Lockdowns und dann noch einmal Ende Mai, also kurz, nachdem die ersten Lockdown-Maßnahmen gelockert wurden.

Selbsteinschätzung bezüglich des Stressniveaus und depressiver Symptome Anfang April, 3 Wochen nach Beginn des Lockdowns im Vergleich zu der Situation vorher:

•Anstieg im Stress-Niveau: 49,6 % 
•keine Veränderung: 24,4 %
•Abnahme: 26 %
•Zunahme depressiver Symptome: 57 %
•Prävalenz mittelschwerer oder schwerer depressiver Symptome stieg von 3,4 % auf 9,1 %.

Selbsteinschätzung bezüglich des Stressniveaus und depressiver Symptome Ende Mai, während der ersten Lockerungen im Vergleich zu der Situation vorher:

•Anstieg im Stress-Niveau: 40 %
•keine Veränderung: 28 %
•Zunahme depressiver Symptome 49,5 %
•Prävalenz mittelschwerer oder schwerer depressiver Symptome stieg auf 11,7 %.
•Die Angst-Werte nahmen in dem Zeitraum zwischen beiden Befragungen ab.

Die Haupt-Stress-Quellen waren:
•Veränderungen am Arbeitsplatz oder in der Schule
•Probleme mit der Kinderbetreuung
•soziale Isolation

Folgende Faktoren korrelierten insbesondere in der ersten Phase mit niedrigerem Stress-Empfinden:
•mehr Zeit für die Verfolgung neuer Projekte
•mehr Zeit für die Ausübung von Hobbys zu Hause 
•leichte körperliche Betätigung

Folgende Faktoren wurden als Resilienz-Faktoren ermittelt:
•fortgeschrittenes Alter
•männliches Geschlecht
•Fehlen früherer psychiatrischer Störungen

Die Techniker Krankenkasse hat Mitte Juli die Ergebnisse einer Forsa-Umfrage (13.-26. Mai) unter 1000 Erwachsenen veröffentlicht. Die Ergebnisse sind weitestgehend ähnlich denen in der Schweiz.

50 % der Befragten fühlten sich durch Corona mehr gestresst als vorher – 57 % davon Frauen. Besonders belastet waren Eltern: 68 %. 

Hauptbelastungsfaktoren der Befragten waren:
•fehlender Kontakt zu Familie und Freunden (80 %)
•Angst vor einer Corona-Erkrankung der Angehörigen (57 %)
•Kita- und Schulschließungen (56 %)
•Angst vor einem Zusammenbruch der Wirtschaft (50 %)
•mehr Stress bei der Arbeit (38 %)
•Einsamkeit und Langeweile (22 %)

Diese Zahlen sind in den einzelnen Altersgruppen aber nicht gleichmäßig verteilt. Unter den Ü60-Jährigen, die ja die Haupt-Risiko-Gruppe darstellen, fühlten sich nur 27 % stark belastet, während es unter den 40-60-Jährigen 40 % waren.

Zweifellos sind weder pflanzliche Arzneimittel, wie Neurapas® balance und Pascoflair® noch eine optimale Versorgung mit den Vitaminen die Lösung für die vielen psychischen Probleme, die Patienten in diesen Zeiten haben. Aber manch einem können sie vielleicht helfen, entspannter mit den Herausforderungen umzugehen, nicht ernsthaft zu erkranken und schneller den Blick auf das Positive zu gewinnen, das auch diese Krise für den Einzelnen mit sich bringen kann.

Pascoflair® 
Pflanzliches Arzneimittel zur Beruhigung. Eine überzogene Tablette enthält: Wirkstoff: 425 mg Trockenextrakt aus Passionsblumenkraut (5-7:1), Auszugsmittel: Ethanol 50% (V/V). Sonstige Bestandteile: Maltodextrin, hochdisperses Siliciumdioxid, Cellulosepulver, Croscarmellose Natrium, Magnesiumstearat (pfl.), Stearinsäure, Talkum, Sucrose (Saccharose), Calciumcarbonat E 170, Arabisches Gummi, Tragant, Glucosesirup (Trockensubstanz), Hypromellose, gebleichtes Wachs, Carnaubawachs, Schellack (wachsfrei u. gebleicht), Farbstoffe: Titandioxid E 171, Eisen(III)hydroxid-oxid E 172. Enthält Sucrose und Glucose. Bei nervösen Unruhezuständen. Gegenanzeigen: Bekannte Allergie gegen Passionsblumenkraut oder einen der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: Nach Einnahme von Arzneimitteln mit Passionsblume können allergische Hautreaktionen, Übelkeit und erhöhter Puls auftreten (Häufigkeit nicht bekannt). 

Neurapas®balance
Filmtabletten. Pflanzliches Arzneimittel bei depressiver Verstimmung mit nervöser Unruhe. Wirkstoffe: Trockenextrakt (4,6-6,5:1) aus Johanniskraut 60 mg, Auszugsmittel: Ethanol 38% (m/m), Trockenextrakt (3,8-5,6:1) aus Baldrianwurzeln 28 mg, Auszugsmittel: Ethanol 40% (m/m), Trockenextrakt (6,25-7,1:1) aus Passionsblumenkraut 32 mg, Auszugsmittel: Ethanol 60% (m/m). Sonstige Bestandteile: Povidon K 30, Lactose-Monohydrat, Glycerol, Glucose-Sirup, Hochdisperses Siliciumdioxid, Maltodextrin, Talkum, Magnesiumstearat, Croscarmellose-Natriumsalz, basisches Butylmethacryat Copolymer, Macrogol, Titandioxid, Indigocarmin. Enthält u.a. Glucose und Lactose. Gegenanzeigen: Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe. Gleichzeitige Gabe von Immunsuppressiva (Ciclosporin, Tacrolimus innerlich); von Anti-HIV-Mitteln (Proteinase-Inhibitoren wie Indinavir und Amprenavir); von Zytostatika (wie Irinotecan); von Antikoagulantien: Warfarin. Wg. fehlender Erfahrung nicht anwenden in Schwangerschaft, Stillzeit (auch b. Frauen im gebärf. Alter ohne Verhütung) u. bei Personen unter 18 Jahren. Nebenwirkungen: Allergische Exantheme, gastrointestinale Beschwerden, Müdigkeit, Unruhe, Parästhesien möglich. Vor allem bei hellhäutigen Personen: Photosensibilisierung nach starker Bestrahlung (Sonne, Solarium) möglich. 

Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen 

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