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Umstrittener Vorsorgetest: PSA = Krebs?

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PSA steht für Prostata-spezifisches Antigen, ein Eiweißstoff, der in der Prostata gebildet wird. PSA wird bei der Ejakulation dem Sperma beigemischt.

Mit dem PSA-Test kann man die Menge des im Blut vorhandenen PSA messen. Dieser Test kann durchgeführt werden, um bei einem Verdacht Hinweise auf das Vorliegen von Prostatakrebs zu erhalten: Ab einem bestimmten Grenzwert erhärtet sich dieser Verdacht.

Bedeutet ein erhöhter PSA-Wert zwangsläufig Krebs??

Nein! Etwa 2 von 3 Männern mit erhöhtem Messwert haben keinen Krebs. Neueren Untersuchungen zufolge sind es sogar noch mehr.

Normalerweise sind nur ganz geringe Mengen von PSA im Blut nachweisbar. Verschiedene Umstände und Erkrankungen können aber zum Anstieg des PSA-Spiegels führen. Dazu zählen:

  • Harnwegsinfektionen
  • Entzündungen der Prostata (Prostatitis)
  • Sportliche Betätigung, z.B. auch Fahrradfahren, an den Tagen vor dem Test (Druck auf die Prostata!)
  • Prostatahyperplasie (eine bei älteren Männern sehr häufige gutartige Vergrößerung der Prostata)
  • Prostatakrebs

Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet demnach oft eine unnötige Beunruhigung und zieht ggf. sinnlose weitere Untersuchungen nach sich.

Allerdings ist ein normaler PSA-Wert keine Garantie dafür, dass kein Krebs vorliegt. Der PSA-Test übersieht einen Teil der Krebserkrankungen, denn nicht alle gehen mit einem erhöhten PSA-Wert einher: Bei etwa 2 von 10 Fällen von Prostatakrebs ist der PSA-Wert normal.

Sie sollten sich in jedem Fall ausführlich mit Ihrem Arzt oder Therapeuten besprechen und mit ihm das Für und Wider eines PSA-Tests besprechen. Scheuen Sie nicht Fragen zu stellen und Ihre Testergebnisse eingehend zu diskutieren.