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Pummel & Moppelchen: Herz in Gefahr!

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Eine neue deutsche Studie zeigt: Viele Grundschulkinder mit Adipositas sind nicht einfach nur dick, sondern bereits auf dem Weg zum metabolischen Syndrom.

©sil007 - Fotolia.com

Obwohl sie vom Kinderarzt als gesund eingestuft wurden, hatten 73 % der übergewichtigen und 16 % der normalgewichtigen Kinder in der Studie eine oder mehrere metabolische Probleme, wie Bluthochdruck oder Insulinresistenz.

Dabei gab es einen Unterschied zwischen den Geschlechtern: Bei Mädchen zeigte sich bereits ab der 80sten BMI-Perzentile ein Anstieg der Stoffwechselstörungen, während er bei Jungen erst ab der 95sten Perzentile zu verzeichnen war.

Grundsätzlich war in der Studie die Prävalenz und Zahl metabolischer Störungen positiv korreliert mit der BMI-Perzentile.

Weiterhin waren die Plasmaspiegel pro-inflammatorischer Marker erhöht.

Störungen des „tödlichen Quartetts“ wie Insulinresistenz oder Bluthochdruck werden bei Kindern meist nur bei gezielten Untersuchungen entdeckt, weil Symptome fehlen.

Das Vollbild des metabolischen Syndroms ist auch bei Kindern durch eine gestörte Glukosetoleranz, einen vermehrten Bauchumfang, erhöhte Triglyceride, vermindertes HDL und Hypertonie definiert.

Oft liegt eine pathologische Fettverteilung mit vermehrtem viszeralen und hepatischen Fett vor.

Therapie der Wahl ist in jedem Alter ein Abbau des Übergewichts. Damit kann das Risiko eine koronaren Herzerkrankung wieder gesenkt werden.

Quelle:
Maier et al. (2014) Differences in the prevalence of metabolic disorders between prepubertal boys and girls from 5 to 8 years of age; Acta Paediatrica, Volume 103, Issue 4, pages e154–e160