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Eucalyptus - Eine Grippe- und Hustenpflanze stellt sich vor

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Seine Blätter sind nicht nur eine Delikatesse für Koalabären – auch für Menschen ist er eine äußerst wertvolle Pflanze: Eucalyptus globulus, der Fieberbaum

Der Name Eucalyptus setzt sich aus den altgriechischen Worten eu - gut und kalyptos - bedeckt zusammen, da die Kronenblätter der Pflanze ein deckelartiges Mützchen bilden, bevor sie abfallen. Der deutsche Name Fieberbaum bezieht sich auf eine besondere Qualität von Eucalyptus: man kann mit ihm hervorragend Sümpfe trockenlegen und darüber den Larven der Anopheles-Mücke, Überträgerin der Fieberkrankheit Malaria, die Brutstätten entziehen. Der Fieberbaum wächst sehr schnell und zählt mit Größen von bis zu siebzig Metern zu den höchsten Bäumen der Erde. Ein Begleiteffekt seines raschen Wachstums ist sein enorm hoher Wasserverbrauch, weshalb er Sumpfgebieten in kürzester Zeit das Wasser abgräbt. Erstmalig probierten dies die Engländer in der südafrikanischen Kapkolonie aus, später wurden auch Morastgebiete in den Mittelmeerländern durch das Anpflanzen von Eucalyptus erfolgreich trockengelegt.

Die ursprüngliche Heimat des Fieberbaumes ist Australien und Tasmanien, doch wird er heute auch im mediterranen Raum vielfach kultiviert. Seine Blätter sind je nach Alter der Zweige unterschiedlich lang. Am ausgewachsenen Baum können sie eine Länge von bis zu dreißig Zentimetern erreichen, während sie an jungen Zweigen maximal halb so lang werden. Die Blätter sind von grau-grüner Farbe, drüsig und rau, das Holz des Stammes weiß, sehr hart und ziemlich widerstandsfähig gegen Fäulnis.

Eucalyptus ist eine ausgesprochen junge Heilpflanze, denn ihr arzneiliches Potential wurde erst Ende des 18. Jahrhunderts entdeckt. Im 19. Jahrhundert setzten die Ärzte Eucalyptusblätter vorwiegend bei Malaria, Kopfschmerzen, Infektionen und als Kräftigungsmittel ein. Doch erst seit wenig mehr als hundert Jahren sind Eucalyptuszubereitungen ein regelmäßiger Handelsartikel in den Apotheken. Hergestellt werden sie aus den frischen Blättern junger Bäume.

Mittlerweile ist die Wirkung des ätherischen Eucalyptusöls pharmakologisch umfassend erforscht. Als Arzneimittel regt es die Absonderung von Speichel, Magen- und Verdauungssäften an, wirkt antibakteriell, krampflösend und fördert bei Erkältungskrankheiten das Abhusten des Schleims. Eucalyptus ist eine erstrangige Heilpflanze bei Schnupfen, Nebenhöhlenentzündung, Bronchitis, Kehlkopfentzündung, Lungenentzündung, Keuchhusten und Asthma. Auch bei Blasenentzündung entfaltet es heilsame Wirkungen. Heute weiß man: Eucalyptus ist eines der wirksamsten Mittel zum Abfangen und Verkürzen von Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten. Es übt einen kräftigenden und stärkenden Reiz auf die körpereigene Abwehr aus und hilft ihr, mit dem Infekt schneller und gründlicher fertig zu werden. Eucalyptus ist deshalb ein wertvoller Bestandteil in vielen naturheilkundlichen Grippemitteln. So macht er seinem deutschen Namen Fieberbaum im doppelten Sinne alle Ehre: Man kann mit ihm nicht nur Sümpfe trockenlegen, sondern auch fieberhafte Infekte, vor allem, wenn man die Pflanze bereits im Frühstadium der Erkrankung einnimmt. Wer ein eucalyptushaltiges Grippemittel in seiner Hausapotheke vorrätig hält und bei den ersten Anzeichen von Schnupfen, Husten und grippalen Symptomen einnimmt, kann das weitere Fortschreiten der Erkrankung oftmals verhindern und erspart sich eine Menge Unannehmlichkeiten wie verstopfte Nase, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen oder Abgeschlagenheitsgefühle. Man muss nicht ein Koala sein, um die Qualitäten dieser außerordentlichen Heilpflanze zu schätzen!

Eucalyptus - der Befreiende, ist Bestandteil der GRIPPS SL® Tropfen und GRIPPS® Tabletten von PASCOE.

Bleiben Sie gesund!
Ihr Pascoe-Team

Literatur:
Ursel Bühring: Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. Sonntag Verlag in Medizinverlage Stuttgart, 2005.
Theodor Dingermann, Dieter Loew: Phytopharmakologie. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2003.
Gerhard Madaus: Lehrbuch der biologischen Heilmittel. Band 6. Mediamed Verlag, Ravensburg 1989.
Hildebert Wagner, Markus Wiesenauer: Phytotherapie - Phytopharmaka und pflanzliche Homöopathika. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2003.