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24. Juni: Johannistag

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Der Johannistag als Namensgeber der Sonnenpflanze. Mehr Interessantes über das sommerliche Gold lesen Sie im aktuellen Pflanzenportrait.

Das Ebenbild der Sonne als Wund- und Seelen-Balsam Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Sonnenwend-Kraut: sonniges Wesen für ein Ende der Finsternis
Der Blühbeginn Ende Juni machte das Johanniskraut zum Symbol der heidnischen Feiern zur Sommersonnenwende am 21. Juni. Erst im Zuge der Christianisierung wurden die Feiern auf den 24. Juni, den Gedenktag des Hl. Johannes verlegt - der damit Namensgeber wurde.

Paracelsus nannte die Pflanze noch Perforata - nach ihrem charakteristischen Merkmal, den wie perforiert, also durchlöchert scheinenden Blättern.

Diese vermeintlichen Löcher sind winzige, mit Öl gefüllte Drüsen. Der Sage nach sollen diese vom Teufel stammen, der aus Wut über die Macht, die das Kraut über ihn besaß, die Blätter mit seinem Dreizack durchbohrte.

Kein Wunder, denn keiner anderen Pflanze wurde von unseren Vorfahren so viel zauber- und teufel-abwehrende Kraft zugeschrieben wie dem Johanniskraut. Ursache für diese Kräfte war wohl das sonnenhafte, alles erhellende Wesen: Samenkeimung erfolgt nur bei hoher Lichtintensität, zum Wachstum benötigt das Johanniskraut viel Licht, die Blütenblätter sind sonnengelb und die Staubblätter sonnenstrahlenähnlich.

Universal-Heilmittel des Paracelsus: Wund- und Seelenbalsam
Paracelsus´ Erfahrungen gingen jedoch noch weit über diese mystischen Fähigkeiten hinaus. Für ihn war die Perforata DAS Universalheilmittel mit gleich 4 Kräften:

1. gegen die Fantasie
2. für die balsamische Tugend
3. gegen die Würmer
4. gegen Wunden

Mit der "Fantasie" meinte Paracelsus wohl psychische Probleme, wie ein Getrieben-Sein von quälenden Vorstellungen und Erwartungen, Unruhe.

Heute wissen wir, dass Johanniskraut tatsächlich die Stimmung beeinflusst, sie nämlich aufhellt und damit eine heilende Wirkung auf uns ausüben kann: Balsam für die Seele.

Deshalb ist Johanniskraut neben Passionsblume und Baldrian wichtiger Bestandteil des stimmungsaufhellenden Arzneimittels NEURAPAS® balance.

Rotöl - der Wundbalsam
Während heute "nur" die stimmungsaufhellende Wirkung des Johanniskrautes wissenschaftlich anerkannt ist, wurden in der Erfahrungsmedizin seit Paracelsus v.a. seine Kräfte als Wundarznei geschätzt. Noch heute wird in vielen ländlichen Gegenden das Rotöl als Universalmedizin geschätzt und ab dem Johannistag selbst hergestellt. Es dient v.a. zur Narben-Behandlung und zur Heilung und Schmerzlinderung nach Verbrennungen - insbesondere natürlich bei Sonnenbrand.

Rotöl - so wird's gemacht:
Man erntet nach dem 24.6. - aber nicht rund um den Vollmond - die gerade erst offenen oder noch ungeöffneten Blütentriebe. In der Zeit vor der Ernte sollten die Pflanzen viel Sonne getankt haben. Das Sammelgut darf nicht feucht sein, um Schimmel zu vermeiden. Blütentriebe kräftig quetschen und in Olivenöl einlegen. Da Licht und Wärme für den Reifungsprozess hilfreich sind: das Öl-Glas auf eine sonnige und warme Fensterbank stellen. Nach ca. 10 Tagen Kraut entfernen und frisches Kraut zugeben, 2 bis 4-mal wiederholen, dann abseihen und abfüllen.

Hypericum-Extrakte in der Homöopathie
Da die antibiotisch wirkenden Gerbstoffe weniger mit Öl, sondern mehr durch Alkohol aus dem Johanniskraut herausgelöst werden, spielen auch alkoholische Hypericum-Extrakte, Urtinkturen und Homöopathika in niedrigen Potenzen eine wichtige Rolle in der Wundheilung. Diese können in der Apotheke gekauft werden, enthalten aber meistens keine Angaben zu den Anwendungsgebieten.

Homöopathisch steht die Wirkung auf das Nervensystem im Vordergrund.

Hypericum: homöopathischer Balsam für die Nerven
unterstützt bei:

  • Nervenverletzungen
  • starken Schmerzen durch Verletzungen
  • Muskelkrämpfen

Ein Beispiel für ein homöopathisches Arzneimittel mit Hypericum ist:
SYMPHYTUM Similiaplex®

Bitte beachten Sie: Alles, was die Gesundheit unterstützen kann, kann ihr auch schaden. Häufig ist das eine Frage der Dosis oder der Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln und möglicherweise bestehenden Grunderkrankungen. Dieses Pflanzen-Porträt nennt nicht alle Eigenschaften, die bei der arzneilichen Anwendung beachtet werden müssen. Lassen Sie sich daher über mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten und lesen Sie die Packungsbeilagen der genannten Arzneimittel.

NEURAPAS® balance
Filmtabletten. Wirkstoffe: Johanniskraut-Trockenextrakt, Baldrianwurzel-Trockenextrakt, Passionsblumenkraut-Trockenextrakt Anwendungsgebiete: Leichte vorübergehende depressive Störungen mit nervöser Unruhe. Enthält Glucose und Lactose. Stand: Juni 2014
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

PASCOE pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Giessen, info(at)pascoe(dot)de, www.pascoe.de

SIMILIAPLEXE®
Mischung/ Tabletten
Homöopathische Kombinationspräparate zur Behandlung im Sinne einer ganzheitlichen Therapie. Zusammengesetzt aus verschiedenen homöopathisch aufbereiteten Einzelmitteln, die eine gleiche Wirkrichtung aufzeigen oder sich ergänzen. Die Eigenregulation des Körpers soll hierdurch unterstützt werden.